Chlor

Chlor

Die die zahmen Hallenwellen stoisch an die Startblöcke oder die Trennlinie zum Nichtschwimmer-Bereich schwappen, so nimmt man in Johannes Gelichs Roman gut zweihundert Seiten an einer klassischen Vita contemplativa teil (…) ein Buch mit heiterem Gleichmut und feiner Beobachtungsgabe.«

(Katrin Hillgruber, Frankfurter Rundschau)

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.06.2006

Eine einfache Geschichte mit erstaunlichem Kreativitätspotential, meint Rezensentin Barbara Villiger Heilig. Was Johannes Gelich aus der nur 200 Seiten umfassenden Geschichte eines passiven Aussteigers hervorzaubere an raffinierten Denkbewegungen und auch an „subtilem Humor“, da könne man sich nur wundern. Als besonderen Pluspunkt verbucht die Rezensentin, dass die Flucht des Helden ins Schwimmbad vor der Berufswelt im Allgemeinen und seiner grausam nervenden Ehefrau im Besonderen nie trivial psychologisch gedeutet werde. Die vorsichtige Distanz des Ich-Erzählers zur und sein mentaler Rückzug aus der Welt verbreite eine stets unsichere „Gemütlichkeit“, weniger existentiell als bei Robert Walser, aber ebenso „komisch“. Wenn zuletzt der Ehefriede qua Happy-End wiederhergestellt werde, so die Rezensentin, sei das einerseits nicht unerwartet, andererseits ironisch subversiv, weil nun beide arbeitslos ins Schwimmbad ziehen.

 

»Dieses Buch hat eine Ähnlichkeit mit den Romanen Wilhelm Genazinos. Auch Gelichs Ich-Erzähler gehört in die Kategorie der liebenswerten Aussteiger, die sich der allgemeinen sinnentleerten Geschäftigkeit verweigern und lieber die Kunst des Müßiggangs und der genauen Beobachtung praktizieren.«

(Sylter Spiegel)

»Man möchte mittun, mitschwimmen, sich treiben lassen« (Joachim Scholl, Deutschlandradio)

»auch eine treffsichere Zeit- und Gesellschaftskritik«

(www.sandammeer.at)

»Glänzender Lesestoff! Es steht zu befürchten, dass am Ende auch Nichtschwimmer unter den Lesern bald das nächste Hallenbad aufsuchen.«

(Lothar Schröder, Rheinische Post)

»Die überaus komische Schilderung absurder Umtriebe herrschender Ökonomie gehört zu den großen Stärken von »Chlor«, (…) da kommen selbst den Fischen die Tränen (!) ein wunderbarer, todlustiger Roman.«

(Ewald Schreiber, Der Standard)

»Ab ins Hallenbad: Johannes Gelich begeistert mit seinem Erstlingsroman über einen Austeiger, der badend ins Grübeln gerät.«

(Oliver Meier, Espace)

Wäre „Chlor“ in seiner seltsamen Mischung aus Suderei und Selbstironie ein Werk der bildenden Kunst, dann wäre es vielleicht ein synthetisches Readymade: eine halbtransparente, meerblaue Schwimmtasche aus öligem Plastik.

(Werner Schandor, Falter)

So funktioniert der ganze Roman, der ob seiner leisen Töne besticht und es mit wenigen Sätzen schafft, vielschichtige Geschichten zu erzählen und aus einem erstaunlichen und Staunen erregenden Wissens- und Stoffpotential zu schöpfen.

(Susanne Alge, Berlinkriminell)

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