{"id":611,"date":"2023-01-12T15:25:27","date_gmt":"2023-01-12T13:25:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/?p=611"},"modified":"2023-01-12T15:25:29","modified_gmt":"2023-01-12T13:25:29","slug":"in-200-buechern-um-die-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/in-200-buechern-um-die-welt\/","title":{"rendered":"In 200 B\u00fcchern um die Welt"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/le-tour-du-monde.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"443\" height=\"641\" src=\"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/le-tour-du-monde.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-612\" srcset=\"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/le-tour-du-monde.png 443w, https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/le-tour-du-monde-207x300.png 207w, https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/le-tour-du-monde-150x217.png 150w, https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/le-tour-du-monde-400x579.png 400w, https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/le-tour-du-monde-200x289.png 200w\" sizes=\"(max-width: 443px) 100vw, 443px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h2>Eine literarische Weltreise<\/h2>\n\n\n\n<p>Salzburger Nachtstudio, ORF, \u00d61<\/p>\n\n\n\n<p>Gestaltung: Johannes Gelich<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>2011 war von den Absolventen des Aufbaustudiums Buchwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen die Anthologie: &#8220;In 80 B\u00fcchern um die Welt. Eine literarische Weltreise&#8221; erschienen. Und auch dieses Buch nahm Bezug auf einen Klassiker des Abenteuer- und Reiseromans: Jules Vernes &#8220;Reise um die Erde in 80 Tagen&#8221;. So einfach wollte es sich der Literaturwissenschafter und Professor am Institut f\u00fcr Vergleichende Literaturwissenschaft Wien, Achim H\u00f6lter, jedoch nicht machen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/hoelter-6.12.22-EF.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Er setzte sich selbst das wesentlich ambitioniertere Ziel, aus jedem existierenden Staat ein belletristisches, ins Deutsche \u00fcbersetztes Werk aufzusp\u00fcren und literaturwissenschaftlich zu kommentieren. Herausgekommen ist das Buchprojekt &#8220;In 200 B\u00fcchern um den Globus. Stichproben zur neueren Weltliteratur&#8221;. Die Festlegung auf die Zahl von 200 Texten alias Staaten birgt indes eine gewisse Unsch\u00e4rfe, umfassen die Vereinten Nationen (UNO) doch nur 193 Mitglieder-Staaten. Hinzu kommen als Nicht-UN-Mitglieder noch der Heilige Stuhl und Pal\u00e4stina. Bei neun weiteren Territorien ist der Status als &#8220;Staat&#8221; umstritten. Sei&#8217;s drum, der Literaturwissenschafter Achim H\u00f6lter legte sich auf 200 Texte fest, die in geographischer Hinsicht die gegenw\u00e4rtige Weltliteratur konstituieren. Erg\u00e4nzt werden die aufgenommenen Werke mit Kommentaren in der L\u00e4nge von 200 Worten, sodass am Ende eine beeindruckende Momentaufnahme der Literaturen der Welt entstanden ist.<br><br>Doch nach welchen Kriterien w\u00e4hlte der Herausgeber die B\u00fccher aus? Entscheidend f\u00fcr die Aufnahme war, dass das jeweilige Werk belletristischer Natur sein und sp\u00e4testens im Jahr 2001, also unbedigt im 21. Jahrhundert erschienen und ins Deutsche \u00fcbertragen worden sein musste. Was bei gro\u00dfen Literaturnationen kein Problem darstellte, war bei kleinen Staaten wie Tuvalu oder Nauru eine enorme Herausforderung. Auch legte sich Achim H\u00f6lter die Regel auf, keine Werke aus der Transfersprache Englisch ein zweites Mal zu \u00fcbersetzen und die Verf\u00fcgbarkeit deutschsprachiger \u00dcbersetzungen auf die Probe zu stellen. Liest man die Inhaltsangabe mit den aufgenommenen Werken, sieht man sich schon an kalten Wintertagen eine literarische Weltreise zwischen zwei Buchdeckeln unternehmen. Die Titel alleine sind die Reise wert: &#8220;142: Bangladesh: Buddhaveda Bose: Das M\u00e4dchen meines Herzens. 146: Papua-Neuguinea: Albert Maori Kiki: Ich lebe seit 10.000 Jahren. 189: Mauretanien: Mohamed Yehdhih Ould Breideleil: Von Menschen und Kamelen: Maurische Geschichten.&#8221;<br><br>Ein &#8220;Salzburger Nachtstudio&#8221; von Johannes Gelich<\/p>\n\n\n\n<h3>Service<\/h3>\n\n\n\n<p>LITERATUR- UND \u00dcBERSETZERLISTE<br><br>Nadifa Mohamed: Der Garten der verlorenen Seelen. Aus dem Englischen von Susann Urban, Roman, Taschenbuch, 272 Seiten, dtv Verlagsgesellschaft, 2016<br><br>Angharad Price: Das Leben der Rebecca Jones. Aus dem Englischen von Gregor Runge, Roman, Taschenbuch, 176 Seiten, dtv Verlagsgesellschaft, 2017<br><br>Fernanda Melchor: Saison der Wirbelst\u00fcrme. Aus dem mexikanischen Spanisch von Angelica Ammar, Roman, Taschenbuch, 240 Seiten, Wagenbach, 2020<br><br>Junot D\u00edaz; Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao. Aus dem Amerikanischen Englisch von Eva Kemper, Roman, Taschenbuch, 382 Seiten, FISCHER Taschenbuch, 2010<br><br>Anuk Arudpragasam: Die Geschichte einer kurzen Ehe. Aus dem Englischen von Hannes Meyer, Roman, Gebundene Ausgabe, 224 Seiten, Hanser Berlin, 2017<br><br>David Trueba: Die Kunst des Verlierens. Aus dem Spanischen von Peter Schwaar, Roman, Gebundene Ausgabe, 528 Seiten, Kiepenheuer&amp;Witsch, 2011<\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine literarische Weltreise Salzburger Nachtstudio, ORF, \u00d61 Gestaltung: Johannes Gelich 2011 war von den Absolventen des Aufbaustudiums Buchwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen die Anthologie: &#8220;In 80 B\u00fcchern um die Welt. Eine literarische Weltreise&#8221; erschienen. Und auch dieses Buch nahm Bezug auf einen Klassiker des Abenteuer- und Reiseromans: Jules Vernes &#8220;Reise um die Erde in 80 Tagen&#8221;&#8230;. <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/in-200-buechern-um-die-welt\/\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&#8594;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/611"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=611"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/611\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":614,"href":"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/611\/revisions\/614"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=611"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=611"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.johannesgelich.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=611"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}